Wie bringt man Blut und Lachen zusammen? Und was hat das Schunkeln mit dem Tod zu tun? Ganz einfach: Indem man Moritaten, Balladen und Wirtshauslieder singt. Genau das tun die „Hundsgrübbl“ am kommenden Sonntag, 27.10., ab 14 Uhr im Kulturstadl beim Gutmann zur Post.

Der Museums- und Heimatverein Hilpoltstein (MuH) veranstaltet das traditionseiche Singspiel, das mittlerweile Kult geworden ist, bereits zum 18. Mal. Der ehemalige Museumsleiter Peter Hagenmeier hatte 2006 die Idee und fand in Reiner Hertel, Beni Haußner und Helmut Hofbeck drei fränkische Musiker, die in und um Hilpoltstein herum jeder kennt und die sich zu den „Hundgrübbeln“ zusammengetan haben. Die meisten der witzigen Texte und Melodien stammen aus der Feder des famosen schnauzbärtigen Klarinettisten Reiner Hertel, der am Sonntag mit seinem kongenialen Partner Beni Hausner am Akkordeon seine zahlreichen Fans zum Lachen, Schunkeln, Schmunzeln, manchmal Frösteln und – Mitsingen bringt. Der MuH hat mithilfe einiger Sponsoren ein Lieder- und Textbuch drucken lassen, so dass auch die, die kein Fränkisch verstehen, mitmachen können. Volkmar Billmaier hat einige Illustrationen und das Ankündigungsplakat dazu gemalt.

Das teils althergebrachte Liedgut hat es in sich. Titel wie „Die Sindersdorfer Sau“ oder „Wahre Helden sterben jung“ oder „Der Handabhacker“ zeugen von Mord und Totschlag, während die „Schäine, braune Hopfenbräih“ auf das köstliche Bier hinweist, das es im Wirtshaus zu trinken gibt und „Bei uns in Hilpoltstein“ von der legendären Winnie Mierlein die glückliche Heimat besingt. Die „Hundsgrübbl“, die gerade von einem erfolgreichen Auftritt beim Münchner Oktoberfest kommen, werden auch dieses Mal ihre vielen Freunde begeistern.

Bei kaltem Wetter findet das Wirtshaussingen in der Gaststätte statt. Der Eintritt ist frei, über die Hutsammlung freuen sich die Künstler.